Zukunft der Energieproduktion und – Versorgung in Lüneburg

100%-erneuerbare-Energie-Region

Unser Ansatz

 
Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme enthält ein Potential für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand wie keine andere Technologie. Diese Energieversorgung ist dezentral, autonom und deshalb auch demokratisch. Mit dieser Energiewende haben private, kommunale und regionale Energieerzeuger die Chance, die Marktmacht der Energiekonzerne zu brechen. Die entscheidende politische Aufgabe ist jetzt, den Übergangsprozess klug zu steuern.
Reaktorunfälle in Atomkraftwerken, Klimawandel, Ressourcenknappheit bei Erdöl und Erdgas, steigende Energiepreise: Diese Herausforderungen verlangen auch politische Antworten vor Ort. Nach wie vor gilt für die Lüneburger SPD: „Global denken - lokal handeln“. Für uns misst sich dieser neue Fortschritt in erster Linie daran, ob es gelingt, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger auf nachhaltiger Basis zu verbessern. Also ökologisch vernünftig (z.B. Ressourcen schonend, umweltfreundlich, klimaverträglich) , sozial gerecht (z.B. niedrige, vertretbare Preise) und wirtschaftlich stark (z.B. bei geringem Einsatz von Haushaltsmitteln, versorgungssicher).
Deshalb wollen wir den Energiebedarf senken, die Energieeffizienzpotentiale maximal nutzen, Erneuerbare Energien schneller ausbauen. Und wir haben ein anspruchsvolles Ziel: Wir wollen, dass Lüneburg bis zum Jahr 2020 zur „100-Prozent-Erneuerbare-Energie-Region“ wird. Bei der Stromversorgung haben wir schon über 35 % erreicht. Diese Energiewende wird aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie von vielen Bürgern und Bürgerinnen mitgetragen wird: in den privaten Haushalten, Betrieben, Verwaltungen, Schulen und Vereinen.

Wie wollen wir eine höhere Energieeffizenz erreichen?


Eine bestimmte Leistung mit geringerem Energieeinsatz erreichen, d.h. energetische Sanierung von Gebäuden und Anlagen sowie moderne effizente Energieerzeugung-Anlagen unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit. (s. folgende Positionen). Wir investieren als Hansestadt Lüneburg dort, wo wir den höchstmöglichen kommunalen Wirkungsgrad erzielen.


Wie wollen wir den Energiebedarf senken?


Deutschlandweit würde man durch verbesserte Energieeffizienz ca 10 Kernkraftwerke einsparen, also ein riesiges Potential.
Einsparpotential: ca 40 % der Energie werden in Gebäuden verbraucht.

1. Vorbildwirkung: Konsequente Energetische Sanierung der Gebäude der Hansestadt: in Schulen, KITAs, Verwaltungsgebäude (Herausforderung für Denkmalschutz, z.B. Rathaus)
2. Energetische Sanierung des Wohnungsbestands der LüWoBau (Dazu gehört auch die Umstellung der Heizungen auf kleine leistungsfähige Systeme, z. B. BHKW –Quartiers bezogen)
3. Energetische Sanierung und Investitionen in Energieeinsparungen der Gesundheitsholding in Gebäuden, Geräte. (PKL, Klinikum, Salü)
4. Bürgerschaft aufgerufen, selbst Energie zu sparen. Unterstützung Verbraucherzentrale und Klimaleitstelle.
5. Förderprogramm ab 2011 „Energetische Sanierung Baudenkmäler privater Eigentümer“

Wie wollen wir erneuerbare Energie ausbauen?


1. Gründung eines Regionalwerkes für das Gebiet Stadt und Kreisgemeinden zusammen mit der AVACON.
Zweck: Erzeugung von regenerativer Energie in der Region (Wind, Biogas, Kombikraftwerke) Weitgehend Verbrauch in der Region, ggf. Mehrerzeugung ins überregionale Netz einspeisen. Effekt: Erhöhung der regionalen Wertschöpfung bei garantierter Netzsicherheit
2. Bau einer Großsolaranlage auf dem Gelände der GFA
3. Prüfung Bau einer Biogasanlage durch die GFA (Bedingung: Nutzung der Wärme).
4. Bau von BHKW in den Neubaugebieten (sofern wirtschaftlich).
5. Für Neubaugebiete mit Unterstützung der Investoren neue Energiefonds
6. Kostenlose Verpachtung von städtischen Dachflächen für Bürgersolaranlagen „Dachflächenbörse“
7. Gründung der Lüneburger Solar-GmbH
8. Unterstützung der Bürgergenossenschaft (in Gründung durch Klimawerker Beteiligung der Hansestadt 5.000 EUR)
9. Fortsetzung des Förderprogramms erneuerbare Energien für Handwerker
10. Ergänzungsgutachten des Landkreises zum Regionalen Raumordnungs-programm des „Windkraftanlagen“.

Nebenbedingungen

Das alles kostet viel Geld. Trotz der in Aussicht gestellten Förderprogramme von EU, BUND und Land bedarf es erheblicher Mittel der Hansestadt und ihrer Unternehmen.
Vor dem Hintergrund: 140 Mio. € Liquiditätskredite, Langfristige Darlehen ca. 100 Mio
Angestrebter Haushaltsausgleich ab 2013, Strenge Haushaltssicherungsauflagen
Ziel:Kostenneutralitä, d.h. zusätzliche Ausgaben müssen an anderer Stelle eingespart werden.


Zu Linken und Grüne Stadtwerke

- 60 Mio. EUR Kapital erforderlich
- energiepolitischer Mehrwert nicht erkennbar
- Betätigung als Stromhändler mit hohem Risiko
( ca. 160 Anbieter von Strom und Gas für Lüneburg. Kunde kann frei wählen. Warum sollen wir als zusätzlicher Anbieter mit hohem Risiko auftreten?)

- Regionalwerke nur mit starkem Partner möglich. Modell Barmstedt ist eine. Dorflösung, für eine Wachstumsregion ungeeignet.

- Verkauf AVACON-Aktien
- Kurmittel GmbH Insolvenz, Verluste würde Eigenkapital aufzehren.
Oder 3 Mio. neuer Zuschuss der Hansestadt pro Jahr erforderlich.
Das entspricht dem jährlichen Zinsaufwand der HLG für Liquiditätskredite.
Problem: Wer kauft im Übrigen das Paket zu welchem Preis? Werden nicht an Börse gehandelt.