Energie

Solarhaus

SPD-Ratsfraktion zur regionalen Energiepolitik

Nachhaltige Energiepolitik ruht auf zwei Säulen. Zum einen Energie sparen und effizient einsetzen – zum anderen vermehrt erneuerbare Energien nutzen. Beide Wege sind für die SPD Lüneburg seit Jahren Leitlinie ihrer Energiepolitik für den kommunalen Bereich. Verstärkt will die SPD auch Unternehmen und private Haushalte gewinnen, diesen Weg mitzugehen.
Langfristiges Ziel soll und muss es sein, den Energiebedarf – jenseits von Kernenergie, Öl und Erdgas – zu einhundert Prozent aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Zu berücksichtigen ist dabei immer auch das so genannte „energiepolitische Dreieck“:

• Wir brauchen möglichst preiswerte Energie, damit die Wirtschaft bei uns zu
  konkurrenzfähigen Preisen produzieren kann und damit sich auch Menschen mit wenig
  Geld warme und helle Wohnungen leisten können. Dieses Ziel nennen wir
  Wirtschaftlichkeit.
• Wir brauchen pausenlos Energie. Wir müssen uns darauf verlassen können, dass z. B.
  Krankenhäuser rund um die Uhr Strom und die Tankstellen jederzeit Benzin haben.
  Dieses Ziel nennen wir Versorgungssicherheit.
• Wir wollen saubere Luft und klares Wasser haben, damit Menschen, Pflanzen und Tiere
  gesund bleiben. Wir müssen verhindern, dass unser Klima durch den Treibhauseffekt 
  aus den Fugen gerät. Dieses Ziel nennen wir Umweltverträglichkeit.
  Diese drei Ziele müssen gleichmäßig ausbalanciert werden.
 

Die Politik der Lüneburger SPD konkretisiert sich davon ausgehend u. a. in folgenden Maßnahmen:
• die Kampagne Solar Lokal fortsetzen
• den vermehrten Einsatz von Photovoltaik-, Biomasse-, Biogas-, Geothermieanlagen und
  Wasserkraft weiter unterstützen und fördern
• dem Projekt Bürgersolaranlagen eine hohe Priorität einräumen; hierzu dient auch die
  kostenlose Bereitstellung von städtischen Dachflächen
• den Energiefonds auch in den nächsten Jahren mit finanziellen Mitteln ausstatten sowie
  für Neubaugebiete mit Unterstützung der Investoren neue Fonds einrichten.
 
Die ersten Erfolge dieser Politik sind durchaus beeindruckend:
32,4 % des Gesamtstromverbrauchs im Landkreis (inkl. der Hansestadt Lüneburg) wurde bereits 2008 erneuerbar erzeugt.
Zum Vergleich: In ganz Deutschland wurde 15% (2007: 14%) des Stromes erneuerbar eingespeist; EU-Ziel 2020 sind 20%.
Im Gesamt-Netz des Landkreises Lüneburg wurde 2008 Strom zu 815,39 GWh* (2007: 766,47 GWh) gebraucht. Davon wurde aus 637 Anlagen 264,15 GWh Strom aus erneuerbarer Energie - fast nur privater Betreiber - erzeugt. (2007: 503 Anlagen erzeugten 215,77 GWh – Windstrom im E.on-Netz fehlt zu ca. 20 GWh). 
Der deutlich größte Anteil des erneuerbaren Stromes kam zu 73% aus Windenergie, die mit 72 Anlagen  zu 123 MW / 194,01 GWh einspeiste (2007: 69 Anlagen zu 117 MW / 173,85 GWh, ohne Eon-Netz: ca. 20 GWh). Der größte Beitrag kam mit 36 MW von „Energiewerke Dahlenburg“.
Mit 13,8 KW statt vormals 10,67 KW speisten die 24 Biomasseanlagen (2007:21 Anlagen) mit 66,14 GWh (2007: 38,53 GWh) deutlich mehr ein; also 25% des erneuerbaren Stromes.
Am meisten steigerte sich die Solarstromeinspeisung von 3 MW auf 4,9 MW bzw. 1,75 GWh auf 2,53 GWh (2008). Und die 536 Anlagen (2007: 408) sind mit 84% deutlich die meisten Anlagen.
5 Wasserkraftanlagen mit ca. 0,4 MW erbrachten noch 1,46 GWh. (2007: 1,68 GWh.).

Wichtig ist der Lüneburger SPD auch die konstruktive Zusammenarbeit mit dem lokalen Energieunternehmen E.ON Avacon, zumal die Hansestadt Lüneburg kommunaler Anteileigner ist.
Über den Aufsichtsrat und den Energie-Beirat gelingt es durchaus, die Geschäftspolitik des Unternehmens positiv zu beeinflussen. So ist das Bioerdgas-Modul im Blockheizkraftwerk Lüneburg Mitte mit einer elektrischen Leistung von 1,8 Megawatt das Größte, was es derzeitig in Deutschland gibt.
 

 

 

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