Pressemitteilung zur Zukunft des Flugplatzes

Bilmer Berg

SPD-Fraktion im Rat der Hansestadt  - Lüneburg, den 09.01.2012


Pressemitteilung

Zukunft des Flugplatzes Lüneburg

Die SPD-Ratsfraktion hat sich bereits im letzten Jahr eindeutig zum Lüneburger Flugplatz positioniert und dieses sowohl dem Luftsportverein als auch der Bürgerinitiative mitgeteilt.

„Wir stehen zu dem Ratsbeschluss aus dem Jahre 1997, der die Grundlage für den aktuellen Flugbetrieb bildet. Der Flughafen ist im gültigen Regionalen Raumord-nungsplan des Landkreises als Sonderflugplatz mit Bedeutung für das Oberzent-rum sowie für die Belange des Katastrophenschutzes ausgewiesen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Heiko Dörbaum.

„Als Fraktion sehen wir, wie schon im Mai 2011 verdeutlicht, keine Notwendigkeit für eine Anhebung der Anzahl der Starts und Landungen. Wir sehen auch keinen dringenden Handlungsbedarf für eine Vertragsverlängerung über 2015 hinaus“ ergänzt Heiko Dörbaum und führt weiter aus:

„Sollte der Flugsportverein trotzdem eine Vertragsverlängerung zum jetzigen Zeit-punkt wünschen, so käme gegenwärtig eine Verlängerung nur unter folgenden Be-dingungen in Betracht:
• Der Flugplatz Lüneburg bleibt weiterhin Standort für den „Feuerwehrflieger“.
• Eine Vertragskündigung ist mit einer festzulegenden Frist möglich. Diese wäre notwendig, wenn neue Gewerbegebiete geplant werden, z.B. im Zusammenhang mit der Verkleinerung des Bundeswehrstandortes Lüneburg (Theodor-Körner-Kaserne) oder der Planung der A 39.
• Eine Anpassung des Pachtzinses Verhandlungsgegenstand ist.“

Aus der Sicht von Eugen Srugis, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, spielt bei der Betrachtung des Geländes der Gewerbeflächenbedarf der Hansestadt eine große Rolle.
„Lüneburg ist eine wachsende Stadt und muss zur Sicherung des Wrtschaftsstandortes mittelfristig weitere Gewerbeflächen zur Verfügung stellen. Insoweit ist es nur konsequent, dass die Stadt auch entsprechende Planungen zur Entwicklung des Lüneburger Hafens und weiterer Gewerbegebiete voranbringt“, stellt Srugis fest. Er weist aber ausdrücklich darauf hin, dass eine Planung eines Containerterminals für den Hafen und nicht, wie irreführend behauptet wird, für das Flugplatzgelände vorliegt.

„Bei jeder Gewerbeflächenplanung müssen die Belange der angrenzenden Wohngebiete durch ausreichende Abstände zu Wohnbebauungen und eine nicht durch Wohngebiete führende Erschließung Berücksichtigung finden“, fasst Heiko Dörbaum die Planungsvoraussetzungen zusammen.