Pressemitteilung zur Entwicklung Ilmenaucenter II

Gruppe

Lüneburg, 03.01.12

Pressemitteilung

Entwicklung Ilmenaucenter

Die Stadt Lüneburg hatte im letzten Jahr ein Einzelhandels-Gutachten beauftragt, dass die Gutachten von 2003 und 2008 des Beratungsunternehmens Lademann & Partner fortschreiben sollte. Die Begründung war seinerzeit, die dynamischen Entwicklungen des Einzelhandels aufzunehmen, Ansiedlungswünsche zu betrachten und Expansionsabsichten von Discountern zu würdigen. Außerdem sollte das Gutachten eine Lüneburger Liste zur Frage der Innenstadtrelevanz bestimmter Warengruppen erarbeiten. Durch Ratsbeschluss des Einzelhandelsentwicklungskonzepts und der Lüneburger Liste hat die Stadt bauplanungsrechtliche Grundlagen an die Hand bekommen, um bestimmte Entwicklungen zu fördern und unerwünschte zu verhindern.

Eugen Srugis, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD Stadtratsfraktion, betont, dass durch dieses Gutachten der Einzelhandel in Lüneburg, insbesondere in der Innenstadt, geschützt wird vor unerwünschten Entwicklungen, wie z.B. großen Discountfachmärkten auf der grünen Wiese, die zum Ausbluten der Innenstadt führen könnten. Gerade durch die Erweiterung des Bebauungsplans  Ilmenaucenter  wird eine Flächenbegrenzung der Fachmärkte möglich und eine Ansiedlung auf anderen Flächen, z.B. Alte Post oder Lucia-Gelände verhindert.

Das kann aber nicht heißen, dass ab jetzt jeglicher Wettbewerb behindert wird, sondern er wird durchaus im tolerierbaren Umfang gefördert. „Das sieht nicht nur unsere soziale Marktwirtschaft so vor, sondern das kommt dem Verbraucher letztlich zu gute“, so Srugis weiter. Von einigen Elektro-Fachmarkthändlern wird vorgetragen, dass sich der kernstädtische Entwicklungsbereich Ilmenau II nicht für die Ansiedlung eines Fachmarktes für Unterhaltungselektronik/Elektro eignet, weil dieses doch ein innenstadtrelevantes Sortiment wäre. Das Gutachten spricht sich allerdings eine andere Sprache. Es sieht zu Recht die „höchste Eignung“ dieses Standorts für das betreffende Sortiment. Srugis: „Ich bin der Auffassung, dass es für Lüneburg insgesamt eine Bereicherung ist, das Ilmenau II–Fachmarktcenter zu entwickeln. Es ist letztlich auch gut für den Einzelhandel, denn auch in Lüneburg gilt der Grundsatz: Konkurrenz belebt das Geschäft.“

Für die Gruppe Rot/Grün sind im Zusammenhang mit der Entwicklung des Ilmenaucenters jedoch auch weitere städtebauliche Aspekte wichtig:

Das Wohngebiet Bardowicker Wasserweg darf verkehrlich nicht stärker belastet werden, deshalb ist eine Erschließung Ahrenskule entlang des Parkplatzes Praktiker-Markt angezeigt. Die Kreuzung muss aufnahmefähig sein. Das Schubert-Gutachten  weist darauf hin dass 850 Fahrbewegungen noch möglich sind. Eine Rechtsabbiegespur muss eingerichtet werden aus Richtung Wilhelm-Westphal-Brücke und ein Linksabbiegen aus der Straße Auf der Hude, mit Ausnahme des Busverkehrs, ist zu untersagen. Dazu sagt Ulrich Blanck, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen: "Wir sehen eine Herausforderung in der weiteren Verkehrserschließung. Um den KFZ-Verkehr zu reduzieren müssen auf der Hude beidseitig Bushaltestellen eingerichtet werden damit die Kunden und Mitarbeiter das llmenaucenter direkt mit dem Bus erreichen können.  Die Radverkehre sind sicher zu führen, dafür muss das Gelände aus nördlicher Richtung für den Fahrradverkehr erschlossen werden. Dazu kann die Trasse der alten Buchholzer Bahn genutzt werden."

 


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Eugen Srugis                                                               Ulrich Blanck
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