Antrag an den Rat der Hansestadt - Lüneburg zur plastikarmen Stadt zu machen

 

Herrn

Oberbürgermeister Ulrich Mädge

Hansestadt Lüneburg

Am Ochsenmarkt 1

21335 Lüneburg

                                                                                                                             09.04.2019

Antrag Lüneburg zur plastikarmen Stadt zu machen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mädge,

hiermit bitten wir Sie, den nachfolgend aufgeführten Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung am 9. Mai 2019 zu setzen.

Der Rat der Hansestadt Lüneburg möge beschließen:

Die Hansestadt Lüneburg startet im zweiten Quartal 2019 die Initiative „Plastikarme Stadt“. Dazu lädt die Verwaltung der Hansestadt im ersten Schritt zu einem „Runden Tisch“ ein, an dem die verschiedenen Aktionsfelder zur Reduzierung und Vermeidung von Plastik im öffentlichen Leben der Stadt abgesteckt werden.

Im weiteren Verlauf ist zu prüfen, ob die Initiative „Plastikarme Stadt“ in den Prozess „Lüneburg 2030+ / ISEK“ integriert und mit der Stadtteilarbeit verzahnt werden kann.

Zu dem Runden Tisch sind mindestens einzuladen:

  • Vertreter*innen der Kaufleute und des Einzelhandels sowie der Gastronomie
  • Marktbeschicker und Betreiber*innen der Weihnachtsmärkte
  • Vertreter*innen der Initiative „Fridays For Future“
  • die Leuphana Universität Lüneburg
  • Vertreter*innen der Lüneburger allgemeinbildenden Schulen
  • das Stadtmarketing
  • Umweltverbände
  • IHK, Handwerkskammer und DGB
  • Sportvereine
  • Vertreter*innen der im Rat vertretenen Parteien

Erste mögliche Ziele der Initiative „Plastikarme Stadt“ könnten sein:

  • Reduzierung von Einweg- und Plastikbechern und -besteck in der Lüneburger Gastronomie
  • plastikarmer Weihnachtsmarkt
  • keine Plastiktüten mehr im Einzelhandel
  • zentrale Rücknahme von Verpackungsmüll

Begründung

Die Anstrengungen zur Vermeidung klimaschädlicher Entwicklungen müssen dringend intensiviert werden, das hat zuletzt auch die Initiative „Fridays For Future“ und das damit verbundene große Engagement gerade jüngerer Menschen für den Klimaschutz deutlich gemacht. Neben den großen Politikfeldern (Energiewende, Mobilität, energetische Sanierung...) kommt es auch darauf an, auf kommunaler Ebene konkrete Schritte einzuleiten und dabei möglichst viele der relevanten Akteure und Initiativen mit einzubeziehen. Ein „Runder Tisch“ zur Vermeidung von unnötigem Plastikmüll ist hier ein sinnvoller, zeitnah umsetzbarer und ohne umfangreiche Vorarbeiten oder Kosten zu realisierender erster Schritt.

Zu überprüfen ist darüber hinaus die Verzahnung dieser und ähnlicher möglicher Initiativen mit dem anlaufenden Prozess der Bürgerbeteiligung im Rahmen des ISEK, der Initiative „Lüneburg 2030+“ und der Kinderkonferenzen in der Stadtteilarbeit. Nur so kann Klimaschutz als eine konkrete, alltagsbezogene Aufgabe für alle wahrgenommen werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Klaus-Dieter Salewski