Forum Gedenkkultur startet in Lüneburg – SPD begrüßt Entscheidung des Kulturausschusses

 

Synagogen-Gedenkstätte in Lüneburg

 

Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Kulturausschuss der Stadt mit einer breiten Mehrheit aus SPD, CDU, GRÜNEN und FDP das Forum Gedenkkultur Lüneburg auf den Weg gebracht. Startschuss für die Arbeit ist nach der Sommerpause.

 

Das Forum soll aus fünf Bausteinen bestehen: In einer Bürgerversammlung sollen zunächst alle Bürger*innen der Hansestadt die Gelegenheit bekommen, Themen einzubringen und Fragen zu artikulieren. Eine Planungsgruppe bestehend aus Lüneburger Akteuren und externen Fachleuten wird dann die weitere Arbeit planen, vor allem ein Symposium, bei dem Fachleute alle Themen diskutieren und ggf. Handlungsempfehlungen an den Rat geben sollen. Im eigentlichen Forum, zu dem alle am Prozess von Erinnerung und Gedenken interessierten Lüneburger Gruppen und Institutionen eingeladen sind, wird die Arbeit kontinuierlich diskutiert, werden Änderungen und Auswertungen besprochen und neue Fragen aufgegriffen.

Friedrich von Mansberg, kulturpolitischer Sprecher der SPD Stadtratsfraktion ist sich sicher: „Das ist ein wichtiger Schritt, den wir letztlich in großer Einmütigkeit gegangen sind. Wichtigstes Anliegen muss uns sein, möglichst viele Lüneburgerinnen und Lüneburger für diese Arbeit zu interessieren und einzubinden. In der Verbindung mit externem Sachverstand u.a. auf den Gebieten Militärgeschichte, Veteranenforschung, Ethik und Gedenkstättenentwicklung könnte es uns gelingen, einen offenen Prozess des Nachdenkens und der Veränderung anzustoßen, der den Komplex ‚Gedenken und Erinnern’ in unserer Stadt prägen wird.“ww

Darüber hinaus hofft von Mansberg, mit der Einsetzung des Forums werde schrittweise etwas mehr Ruhe und Sachlichkeit in die Lüneburger Debatte einkehren: „Der Umgang mit der schwierigen Aufgabe einer Gedenkkultur in Lüneburg war in letzter Zeit zum Teil stark von gegenseitigen Unterstellungen, Beschimpfungen, Ausgrenzungen und Vorfestlegungen geprägt. Je offener und unvoreingenommener wir nun an die Arbeit gehen und den Menschen genauso wie den Fachleuten zuhören, desto größer sind die Chancen auf einen Erfolg des Forums!“

 

 


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